Für sichere Arbeit.
Nach Ausbildung und Studium sind immer mehr Berufseinsteiger mit einem verrohten Arbeitsmarkt konfrontiert. Leiharbeit, Befristung, Werkvertrag, Dauerpraktikum und Phasen der Arbeitslosigkeit – so sieht die Realität für fast jeden zweiten jungen Menschen in Deutschland aus. Zukunftsplanung ist so kaum machbar.
Jeder junge Mensch hat das Recht auf eine sichere Beschäftigung.
Für gute Arbeit.
Arbeit ist mehr als Broterwerb. Beschäftigte sind mehr als ein Produktionsfaktor. Für viele junge Menschen sind Leistungsverdichtung, überlange Arbeitszeiten und ausufernde Arbeitskontrolle Realität. Gute Arbeit sieht anders aus. Entfaltungs-, Gestaltungs- und Mitsprachemöglichkeiten gehören dazu. Gute Arbeit kann und soll Spaß machen.
Jeder junge Mensch hat das Recht auf eine gute und erfüllende Arbeit.
Für die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.
Zu einem erfüllten und guten Leben gehören die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Raum für Freundschaften, Hobbys, ehrenamtliches und politisches Engagement. Aber für viele junge Menschen besteht die Realität aus fast grenzenlos ausgeweiteten Arbeitszeiten, und Arbeitszeitflexibilität wird oft nur im Unternehmensinteresse gedacht. Planbare Arbeitszeiten sind ebenso wie an den Bedürfnissen der Beschäftigten ausgerichtete Kinderbetreuungsmöglichkeiten ein Schlüssel zur guten Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.
Jeder junge Mensch hat Anspruch darauf, über seine Zeit mitbestimmen zu können.
Für gerechte Chancen auf Bildung und Ausbildung.
Bildung ist in unserer Gesellschaft die wichtigste Ressource für die Zukunft. Aber, die Bildungschancen sind so ungerecht verteilt, wie in kaum einem anderen Industrieland. Der Geldbeutel und die Bildung der Eltern entscheiden nach wie vor über die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Bei der Weiterbildung gilt viel zu oft das Motto „wer hat, dem wird gegeben“. Inakzeptabel ist auch der hohe Anteil an jungen Menschen, die gar keinen Schul- und Berufsabschluss erreichen.
Jeder junge Mensch hat das gleiche Recht auf gute Bildung, Ausbildung und Weiterbildung.
Für soziale Sicherheit.
Der Sozialstaat wird immer weiter ausgedünnt. Für viele junge Menschen, gerade in unsicheren Arbeitsverhältnissen, bedeutet das weniger sozialen Schutz. Eine Folge ist ein für junge Menschen besonders hohes und in den letzten Jahren stark gestiegenes Armutsrisiko. Soziale Sicherheit ist kein Luxus, sondern notwendig für die volle Entfaltung der individuellen und gesellschaftlichen Potenziale.
Die Junge Generation hat ein Recht auf einen gerecht finanzierten Sozialstaat, der ihre Lebensrisiken absichert.