Die Masche Leiharbeit funktioniert nicht mehr ganz so billig. IG Metall und Betriebsräte setzen in immer mehr Betrieben bessere Regeln und Bezahlung für Leihbeschäftigte durch. Und seit 2011 gilt ein Mindestlohn. Daher setzen immer mehr Arbeitgeber auf Werkverträge.
Über Werkverträge geben die Unternehmen Arbeit raus an "Dienstleistungs"-Firmen. Trickreich an Mindestlöhnen, Tarifverträgen und Betriebsräten vorbei. Die nächste Masche, um Menschen billig in unsichere Jobs und an den Rand der Betriebe zu drängen. So nicht, sagt die IG Metall, und packt die Werkverträge nun an.
Der Parkplatz am BMW-Werk Leipzig ist rappelvoll. Viele steigen schon in Arbeitsmontur aus - doch nur ein Teil in BMW-Overalls. Der Rest trägt Faurecia, SAS, Kühne und Nagel und wie sie alle heißen. 26 Dienstleistungsfirmen lassen hier über Werkverträge Menschen für BMW arbeiten. Längst nicht mehr nur in der Kantine oder an der Pforte, sondern bis tief in der Produktion. Für bis zu 1000 Euro weniger im Monat als die festen BMWler.